Geldgeschichte im Internet, Kreissparkasse Köln zeigt Münzen ohne Unterbrechung
Wer sich über Geld- und Münzgeschichte Bescheid wissen will, kann dies im Internet 24 Stunden lang und ohne Unterbrechung tun. Jetzt nutzt auch die Kreissparkasse Köln, die in ihren Räumen am Neumarkt seit 1953 in wechselnden Ausstellungen Münzen, Medaillen, Geldscheine und weitere numismatische Zeugnisse zeigt, das neue Medium. Unter der Adresse www.geldgeschichte.de werden wesentliche Stationen der Entwicklung des Geldwesens von den prächtigen Prägungen der Griechen und Römer bis zur Einführung des Euro dokumentiert. Damit existiert ein virtuelles Geldmuseum, das auch auf ungewöhnliche, vielfach unbekannte Geldformen außerhalb Europas eingeht und zeigt, welche Münzen links und rechts des Rheins und speziell in Köln umgelaufen sind. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die deutschen Münzen und Geldscheine des 19. und 20. Jahrhunderts. Mit einem Klick kommt man zu weiteren Informationen etwa über die Herkunft und Bedeutung von Münznamen sowie über das Thema Fälschung. Die Website informiert überdies über Münzmaterialien und die Herstellung geprägten Geldes, um dann auch auf Rechenpfennige, Münzwaagen, Spardosen und ähnliche Themen einzugehen. Außerdem werden die numismatischen Veröffentlichungen der Sparkasse Köln aufgelistet, von denen einige so begehrt waren, daß sie nachgedruckt werden mußten. Leser der Website sind aufgerufen, sich in der Rubrik "Kontakt" mit Fragen und Hinweisen an der Gestaltung zu beteiligen.

Im einleitenden Abschnitt "Wir über uns" ist zu erfahren, daß die Kreissparkasse Köln als erstes Geldinstitut in Deutschland schon in den dreißiger Jahren damit begonnen hat, eine Sparbüchsensammlung aufzubauen. Zusätzlich wurden Münzen und einige historische Geldbörsen für Ausstellungen erworben. Diese Sammlung ging im Zweiten Weltkrieg, als Köln furchtbar bombardiert wurde, bis auf wenige Stücke verloren. 1953 feierte die Kreissparkasse die Eröffnung ihrer erweiterten Kassenhalle am Kölner Neumarkt mit der Ausstellung "Götter, Gelder und Tresore". Die Resonanz auf diese Dokumentation verschiedener Geldformen sowie über das Bankwesen übertraf alle Erwartungen, so daß weitere Ausstellungen stattfanden. Zunächst wollte die Kreissparkasse die gesamte Geldgeschichte in zehn bis 20 fest umrissenen Themen abhandeln. Doch blieb es nicht dabei, denn ein Thema zog das nächste nach sich. Die Kulturgeschichte des Geldes erwies sich als so vielseitig und vielschichtig, daß bis heute unter Federführung des Kölner Münzhändlers und Buchautors Tyll Kroha, ein langjähriges Mitglied im Verband der deutschen Münzenhändler, und des Münzexperten und Mitarbeiters der Kreissparkasse Köln Thomas Lautz bereits 162 Themen gezeigt werden konnten.

Die Gestalter von www.geldgeschichte.de betonen, daß ihr virtuelles Geldmuseum bewußt der Ausstellungskonzeption folgt. Damit können fast alle Münzen im Internet, aber auch im Original in der Kreissparkasse betrachtet werden. Als Zielgruppe sei jeder angesprochen, der sich für Geld interessiert. Kostproben aus der Internetpräsentation im Heft 162 der Schriftenreihe "Das Fenster", erhältlich bei der Kreissparkasse Köln, Neumarkt 18 – 24, D-50667 Köln, Telefon 0221/2272370 oder 2899, Fax 0221/2273762.
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